25 minStuhlkreis
Die Teilnehmenden kommen im Seminar an und werden begrüßt. Anschließend stellen sich sowohl die Seminarleitung als auch die Teilnehmenden gegenseitig vor.
1. Begrüßung – Die Seminarleitung stellt sich selbst sowie das Forschungsprojekt und die forschungsethischen Aspekte vor. Sofern gewünscht, wird das „Du“ eingeführt. Das Projekt findet im Rahmen des Studiengangs Soziale Arbeit an der Hochschule Reutlingen statt, in Kooperation mit ridaf Reutlingen gGmbH (Esther Idarous). Ziel ist es, das Interesse von Schüler:innen der AVdual-Klassen an Demokratie, demokratischen Prozessen und Partizipation im Alltag zu fördern. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit ohne Nachteile beendet werden; Daten werden vertraulich behandelt und anonymisiert.
2. Vorstellungsrunde – Name, Alter, Lieblingsessen/-tier/-film.
3. Gemeinsame Regeln – Erarbeitung von Regeln für einen respektvollen Umgang. Vorbereitete Moderationskarten:
20 minStuhlkreis
Die Teilnehmenden interviewen sich gegenseitig anhand festgelegter Fragen und bringen eigene Perspektiven ein, während sie die Sichtweisen der anderen kennenlernen.
Arbeitsblätter und Stifte werden verteilt, jede:r trägt den eigenen Namen ein. Fragen:
Die Arbeitsblätter werden zusammengeknüllt und in die Mitte geworfen. Jede:r zieht ein Blatt und interviewt die Person, der es gehört, notiert die Antwort und wirft das Blatt zurück. Für jede neue Frage wird ein anderes Blatt gezogen. Am Ende erhält jede:r das eigene Blatt zurück. Die ersten beiden Fragen werden in einem kurzen Blitzlicht besprochen.
Die Teilnehmenden werden gefragt, ob noch offene Fragen oder Unklarheiten bestehen.
40 minStuhlkreis
Teilnehmer:innen und Seminarleitung erarbeiten zusammen ein Demokratieverständnis anhand des Hauses der Demokratie.
Teilnehmer:innen beschreiben und deuten die Abbildung. Auf die Wortbedeutung von Demo-kratie (Volks-herrschaft) wird eingegangen. Das leere Haus wird aufgehängt: grüne Begriffskarten senkrecht als Säulen, rote Karten waagrecht als Fundament sowie „Demokratie als …“ Lebensform, Gesellschaftsform, Staatsform.
Das Haus der Demokratie ist in drei Ebenen unterteilt. Das Fundament bezieht sich auf das Leben der einzelnen Menschen (Lebensform), die Säulen auf die Gesellschaft (Gesellschaftsform) und das Dach auf die Struktur eines demokratischen Staats (Herrschaftsform).
Dach – erklärt mit Beispielen:
Säulen:
Fundament:
Gelbe Moderationskarten werden verteilt. Die Kleingruppen suchen die passenden Beispiele zu den Begriffen, besprechen deren Bedeutung, hängen sie ins Haus und erklären sie den anderen.
Zu 2–3 Aussagen stehen die Teilnehmer:innen auf oder bleiben sitzen:
Zum Umgang mit Kritik: Kritik gehört zu einer pluralen Gesellschaft. Frust kann als Moment der Irritation ein Ausgangspunkt für demokratische Beteiligung sein. Es gibt einen Unterschied zwischen idealer und gelebter Demokratie.
Die Teilnehmenden werden gefragt, ob noch offene Fragen bestehen.
5 min
Kurzes Warm Up zum Auflockern: Aufstellen in einer Reihe nach Alphabet des Namens, Alter oder Schuhgröße.
15 minStuhlkreis
Die Teilnehmenden äußern Kritikpunkte und persönliche Erfahrungen zur gelebten Demokratie. Frust wird konstruktiv aufgegriffen; abschließend werden bewusst positive, gut funktionierende Elemente gesammelt.
Man kann sich demokratische Werte wie Sterne vorstellen: Sie leuchten uns den Weg und helfen, gut, fair und respektvoll miteinander zu leben. Sterne sind immer da, auch wenn wir sie nicht immer sehen.
Kritikpunkte werden auf rote Karten notiert. Reaktionsmöglichkeiten auf blauen Karten: „Erfahre, was du tun kannst“, „Wir üben Demokratie“, „Erlebe, dass du unterstützt wirst“, „Erfahre deine Rechte“, „Erlebe, dass deine Stimme zählt“, „Übe Kritik“. Zusätzlich: „Du machst den Unterschied!“ Anschließend wird gesammelt, was schon gut funktioniert (grüne Karten), im Idealfall bis mehr grüne als rote Karten liegen. Abschluss: Blitzrunde – Wie geht’s euch? Wie fühlt ihr euch?
15 minStuhlkreis
Teilnehmer:innen und Seminarleitung sammeln Möglichkeiten der Partizipation. Beispiele werden auf Moderationskarten festgehalten, geordnet und besprochen (Alltag, Schule, soziales Umfeld, politische Ebene). Abschließend wird reflektiert, welche Beteiligungsmöglichkeiten bekannt waren, schon genutzt wurden oder künftig interessieren.
Die Teilnehmenden werden gefragt, ob noch offene Fragen bestehen.
35 minStuhlkreis, Kleingruppen
Wenn ihr in eurer Schule, eurem Wohnort oder in eurem Alltag etwas verändern dürftet, was wäre euch wichtig?
Ideen und Wünsche werden gesammelt. Kleingruppen wählen ein Thema und bearbeiten:
Die Ergebnisse werden auf Plakaten festgehalten und vorgestellt. Mit Klebepunkten wird abgestimmt, welcher Vorschlag am wichtigsten ist. Der ausgewählte Vorschlag wird reflektiert und konkretisiert; bei Bedarf wird gemeinsam ein Schreiben an eine verantwortliche Person oder Institution formuliert.
5 minEinzelarbeit
Die Teilnehmenden füllen eigenständig einen kurzen Fragebogen zur Reflexion des Seminars aus (Inhalte, Methoden, persönliche Eindrücke, Lernerfahrungen).
5 minStuhlkreis
Gemeinsame Feedback- und Abschlussrunde. Offene Reflexionsfragen, z. B.:
Abschließend fasst die Seminarleitung zentrale Inhalte zusammen und verabschiedet die Gruppe.